Tiere wurden lange Zeit als dem Menschen untergeordnet angesehen, da sie nicht in der Lage waren, zu denken. Dass dem nicht so ist, gilt bereits seit geraumer Zeit als bewiesen. Als besonders intelligent gelten demnach Menschenaffen und Delfine, sowie Wale. Doch auch viele andere Tiere können zumindest kleine Anzeichen von Intelligenz zeigen. Dabei gilt, dass jeder sogar mit dem eigenen Haustier einen Intelligenztest durchführen kann.
So zeigten Ausgrabungen in Noulo, das an der westafrikanischen Elfenbeinküste liegt, dass Schimpansen schon vor mehr als 4.300 Jahren Steinwerkzeuge benutzten, mit denen sie Nüsse knacken konnten. Beweise für diese Theorie gibt es viele: So zeigen die Abnutzungsspuren an den Steinwerkzeugen eindeutig, dass damit auf Nüsse geschlagen wurde. Den Beweis als Nussknacker erbrachten die Stärkereste einheimischer Nüsse, die an den Steinwerkzeugen vorhanden waren. Auch konnten diese Werkzeuge nicht von Menschen genutzt werden, da sie für diese zu schwer waren, aber perfekt in die Pranken eines Affen passten. Und noch heute kann man beobachten, wie Schimpansen etwa Nüsse mit Steinen knacken.
Auch die Vögel zeigen Intelligenz. Sie bekommen Nüsse bekanntlich mit ihrem Schnabel nicht auf. Deshalb lassen sie sie oft auf die Straße fallen, damit die Autos sie überfahren und so knacken. Einige Krähen, die von japanischen Forschern beobachtet wurden, haben sich sogar gezielt Zebrastreifen als Abwurfort ausgesucht, weil sie merkten, dass die Autos dort immer wieder stoppten und die Vögel so die Nüsse gefahrlos von der Straße aufsammeln konnten.
Natürlich kann auch jeder mit seinem heimischen kleinen Liebling einen Intelligenztest durchführen. So gibt es beispielsweise Rechenaufgaben. Vögel sollten bis drei zählen, Hunde und Katzen können durchaus bis vier zählen. Hierbei wird dem Tier einfach mehrfach täglich eine Portion Leckerchen gegeben. Die Halter müssen darauf achten, dass es immer genau vier Leckerchen sind, die gereicht werden.
Nach einiger Zeit werden die Tiere, nachdem sie das vierte Leckerchen erhalten haben, einfach weggehen. Sie haben mit gezählt. Klappt der Versuch trotz mehrfacher Wiederholungen nicht, ist davon auszugehen, dass das Tier einfach sehr verfressen ist.
Hunde sind ebenfalls sehr intelligente Haustiere, das sieht man auch an den vielen Intelligenz-Spielzeugen, die für Hunde im Handel erhältlich sind. Aber so ein Spielzeug ist auch schnell selbst gemacht. Am besten legt man ein Brett über drei gefüllte Futternäpfe. Zunächst wird der Hund versuchen, zu scharren, um das Brett zu beseitigen. Gelingt dies nicht, versucht er es mit der Schnauze wegzuschieben. Nach einiger Zeit wird er lernen, das Brett einfach mit der Schnauze anzuheben.
Beim beliebten Stöckchenspiel kann das Stöckchen über einen Zaun geworfen werden. Zunächst wird der Hund versuchen, durch Bellen, Buddeln und Scharren unter dem Zaun durchzukommen. Wenn Herrchen und Frauchen ihn dann durch ein offenes Gartentor führen, so dass er das Stöckchen erreichen kann, wird Bello es beim nächsten Versuch sofort schaffen, durch das Tor zu gehen.
Auch Vögel können denken, das zeigt ein einfaches Steckspiel für Kinder. Förmchen in verschiedenen Formen, sowie ein Brett mit einer Vertiefung entsprechend den Formen werden benötigt. Nachdem Herrchen oder Frauchen dem Vogel mehrmals gezeigt haben, dass für jedes Klötzchen eine Vertiefung vorhanden ist, auf die der Vogel die Klötzchen ablegen kann, wird er es selbst lernen.
Intelligenz ist bei fast allen Tieren vorhanden
Man sieht also, dass Intelligenz fast allen Tieren angeboren ist. Sicher können Tiere nicht in solchen Zusammenhängen denken, wie wir Menschen und um die Intelligenz zu fördern, bedarf es Lockmitteln, wie Spielen oder Fressen, aber dennoch lernen die Haustiere sehr schnell und sehr viel. Man bedenke nur einmal, was ein Hund alles leistet, der eine echte Aufgabe bekommt. Im Hundesport zum Beispiel wird nicht nur für Bewegung gesorgt, sondern ebenso für die geistige Forderung der Tiere und geistig geforderte Hunde sind einfach zufriedener und glücklicher.
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